Lexikon der Weihnachtsgewürze - Haushaltstipp Nr. 343- Praktische-Haushaltstipps.de

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Lexikon der Weihnachtsgewürze

Kleine Weihnachtsbackkunde

Anis:
Anis ist bei uns hauptsächlich als Heilpflanze bekannt. Er wird aber auch in der Küche und zur Herstellung von Schnaps und Likör verwendet. Sein Hauptbestandteil ist das ätherische Öl Anethol, dem der Anis seinen starken Geschmack verdankt. Es hilft bei Blähungen und wirkt schleimlösend. Der Geschmack ist süsslich und sehr aromatisch. Traditionell wird Anis in Lebkuchen, Pfeffernüssen und Anisplätzchen verwendet.

Gewürznelken: siehe Nelken

Hirschhornsalz:
Hirschhornsalz ist ein Backtriebmittel, das für flache Teige wie Lebkuchen und Spekulatius verwendet wird. Die Verwendung wird diskutiert, da es die Bildung von Acrylamid begünstigen kann. Man kann statt dessen Backpulver oder Natron verwenden, diese verändern allerdings den Geschmack des Gebäcks. Eine weitere Alternative ist die Verwendung von Pottasche (Kaliumcarbonat).

Ingwer:
Ingwer duftet aromatisch und hat einen brennend scharfen Geschmack. Seine Wirkung ist appetitanregend und verdauungsfördernd. Ingwer hilft bei der Reisekrankheit und ist in frischer, getrockneter und pulverisierter Form erhältlich. In der Weihnachtsbäckerei findet man ihn in Ingwerplätzchen und Ingwerkuchen (Gingerbread).

Kardamom:
Kardamom schmeckt scharf und würzig. Seine pulverisierten Samen sind in Lebkuchen enthalten. Auch er wirkt auf den Magen-Darm-Trakt.

Koriander:
Für die Weihnachtsbäckerei werden reife Samen verwendet, die eine Zeit lang gelagert wurden. Sie haben ein süßes, würziges Aroma und werden in Lebkuchen, Aachener Printen und Spekulatius verwendet. Koriander hilft bei Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Blähungen.

Lebkuchengewürz:
Meistens handelt es sich um eine fertige Mischung aus Kardamom, Zimt, Nelken, Piment, Koriander, Ingwer und Muskatnuss. Kann man kaufen, muss man aber nicht. Um die Mischung selber zu machen braucht man 30 g Zimt, 9 g gemahlene Nelken, 1 g Muskatnuss, 1 g Kardamom, 2 g getrockneten und geriebenen Ingwer, 2 g Koriander und 2 g Piment. Wer seine Lebkuchen etwas dunkler färben möchte, gibt einen Esslöffel Kakao dazu.

Muskat:
Muskat gibt es entweder als ganze Nuss oder als fertiges Pulver zu kaufen. Das leicht bittere Gewürz hilft bei Magenkrämpfen, Blähungen und Durchfall. Muskat dient als Gewürz für Lebkuchen.

Nelken:
Als Pulver verfeinern sie Lebkuchen, Punsch und Glühwein. Das Öl der Nelken tötet Keime ab und regt die Verdauung an. Das Kauen von Gewürznelken hilft kurzfristig gegen Zahnschmerzen.

Piment:
Piment oder Nelkenpfeffer hat einen würzigen und pfeffrigen Geschmack.

Pottasche:
Ein Backtriebmittel für Flachgebäck, z.B. Lebkuchen und Spekulatius. Wenn man im Gewürzregal des Supermarkts nicht fündig wird, kann man auch in Apotheken danach fragen.

Sternanis:
Sternanis ist normalem Anis im Geschmack sehr ähnlich, ist aber nicht mit ihm verwandt. Seine Wirkungsweise und seine Einsatzgebiete sind ebenfalls ähnlich.

Vanille:
Die länglichen Vanilleschoten sind die Samenträger einer tropischen Orchideenart, die sehr selten und dementsprechend teuer sind. Zum Backen verwendet man nur das Mark der Schoten. In den meisten Fällen wird bereits fertig aromatisierter Vanillinzucker verwendet. Vanillinzucker enthält einen künstlich hergestellten Aromastoff, der längst nicht so teuer ist wie echte Vanille. Dafür kann er auch bei den über 30 ätherischen Bestandteilen der echten Vanille nicht mithalten. Wer kann, sollte echte Vanille nehmen. Manche Hersteller bieten Vanillinzucker an, der zusätzlich echte Vanille enthält. Hier sollte man darauf achten, ob es sich wirklich um das Mark der Schote handelt oder um zerkleinerte Bestandteile der Schote. Vanille wirkt appetitanregend. Vanillinzucker ist in fast jedem Weihnachtsplätzchen enthalten, die größte Menge braucht man für Vanillekipferl.

Zeste:
Als Zeste wird die dünn abgeschälte Schale von Zitrusfrüchten bezeichnet. Für die Herstellung sollte man am besten unbehandelte Bio-Zitronen oder Orangen verwenden. Bei herkömmlichen Früchten sind die Schalen meist stark mit Gift belastet. Vor dem Abschälen die Früchte mit heißem Wasser waschen. Um Zeste zu bekommen verwendet man meistens einen sogenannten Zestenreißer oder Zesteur. Man kann die Schale auch mit einer kleinen Reibe abreiben.

Zimt:
Die getrocknete Rinde des Zimtbaums ist das Weihnachtsgewürz schlechthin. Zimt wirkt antibakteriell und regt die Verdauung an. Sein würzig-süßliches Aroma verfeinert Lebkuchen, Zimtsterne, Pfeffernüsse, Spekulatius und viele weitere Weihnachtsspezialitäten.

(Dies ist Haushaltstipp Nr. 343)

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