Microfaser reinigen - Haushaltstipp Nr. 288- Praktische-Haushaltstipps.de

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Microfaser reinigen

Pflegetipps für Microfaser und Microvelours

Microfasern sind sehr feine Fasern und werden z.B. aus Polyester, Nylon oder Acryl hergestellt. Weil sie so dünn sind, kann man mit den Fasern eine hohe Dichte erreichen. Das wiederum wird beispielsweise bei den neuen, modernen Microfaserputztüchern ausgenutzt, die mit sehr viel weniger oder gar ganz ohne Putzmittel auskommen. Microfasern werden auch bei der Herstellung von wetterfesten Textilien eingesetzt.
Textilien aus Microfaser kann man zuhause im Schonwaschgang bei niedrigen Temperaturen waschen, dabei sind aber unbedingt die Pflegehinweise vom Hersteller zu beachten (wegen Imprägnierung etc.). Damit die Textilien keine Knitterfalten bekommen, sollte man sie auf einen Bügel hängen und an der Luft trocknen. Gebügelt wird, wenn überhaupt, nur bei niedriger Temperatur und auf links. Bei Funktionskleidung und Microfaserputztüchern gehört auf keinen Fall Weichspüler mit in die Maschine. Im ersten Fall wird dadurch die Atmungsaktivität und im zweiten Fall die Putzwirkung beeinträchtigt, da die Fasern verkleben.
Microfaserputztücher arbeiten nach zwei Prinzipien: statische Aufladung und Kapillarität. Wird ein solches Putztuch trocken verwendet, zieht die statische Aufladung den Staub an und hält ihn fest. Für das zweite Prinzip sind die Fasern innen hohl. Wird das Tuch nass gemacht, steigt das Wasser in diesen Röhren nach oben und saugt den Schmutz mit sich. Microfasertücher sind nicht zum Reinigen von geöltem oder gewachstem Holz geeignet, da sie die Schutzschicht beeinträchtigen können. Es gilt: für groben Schmutz verwendet man Microfasertücher mit groben Fasern.
Beliebt ist Microfaser auch als Wildlederimitat und wird daher oft für Couch- und Sitzgarnituren verwendet. Ein Bezug aus Microfasern oder Microvelours wird als strapazierfähig, pflegeleicht und leicht entfusselbar angepriesen, allerdings klagen viele Käufer darüber, dass gerade diese Eigenschaften gar nicht erfüllt werden. In den meisten Fällen dürfte das an der schlechten Qualität der Fasern liegen. Wirklich gute, qualitativ hochwertige Microfasern sind quasi unverwüstlich, allerdings macht diese Qualität sich meistens auch im Preis bemerkbar. Beim Kauf eines Sofas lohnt es sich also durchaus zu vergleichen und mehrere Meinungen einzuholen.
Für die Fleckenbehandlung auf Microfaserbezügen gibt es unterschiedliche Strategien. Die meisten empfehlen eine Reinigung mit destilliertem Wasser und einer milden Neutralseife. Durch das destillierte Wasser soll die Bildung von Wasserflecken verhindert werden. Eine andere Möglichkeit ist das erzeugen von Schaum, der mit einem Schwamm aufgetragen wird (z.B. aus Feinwaschmittel). Wichtig ist immer, dass die Polster nicht zu nass und hinterher gut getrocknet werden. Dabei gilt wie immer: erst an einer unauffälligen Stelle testen.
Bei frischen Flecken gilt: möglichst sofort entfernen und zwar von außen nach innen, damit er sich nicht ausbreitet.
Übrigens wird Bettwäsche aus Microfaser für Allergiker empfohlen, da die Fasern sehr dicht und atmungsaktiv sind. Aber auch hier scheiden sich die Geister: während die einen ihre Bettwäsche nicht wieder abgeben würden, klagen andere über starkes Schwitzen und ein unangenehmes Schlafgefühl. Auch hier dürfte die Qualität der Fasern eine entscheidende Rolle spielen. Wer unter statischen Entladungen beim Aufstehen zu leiden hat, sollte überprüfen, ob es im Bett Textilien aus Wolle oder anderen Kunstfasern befinden. Hier können sich durch Reibung mitunter statische Ladungen aufbauen. Ein anderer Hinweis wäre eine höhere Luftfeuchtigkeit, damit sich die Elektrizität wieder verflüchtigt.

(Dies ist Haushaltstipp Nr. 288)

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