Arbeitskleidung - Haushaltstipp Nr. 451- Praktische-Haushaltstipps.de

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Arbeitskleidung

Was man im Hinblick auf Reinigung und Pflege wissen muss

Egal ob Polizisten, Handwerker oder Ärzte – in einigen Bereichen ist Arbeitskleidung sinnvoll und notwendig: In vielen Berufszweigen dient sie auch als Schutzkleidung, um Unfälle zu verhindern. Zudem verdeutlicht identische Kleidung Zusammengehörigkeit und wird als Marketinginstrument eingesetzt. Doch wer muss sie waschen und auf was ist bei der Reinigung zu achten?

Unterschied: Arbeitskleidung – Schutzkleidung – Warnkleidung


Zunächst differenziert man zwischen Arbeitskleidung, Schutzkleidung und Warnkleidung:

  • Arbeitskleidung hat keine spezielle Schutzwirkung, sondern soll den Träger zum Beispiel vor Verunreinigungen oder Regen bewahren. Deshalb ist Arbeitskleidung von hoher Qualität unverzichtbar. Sie wird in der Regel getragen, um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe zu zeigen. So ist es in gewissen Branchen üblich, Uniformen oder einheitliche Kleidung mit einem Logo der Firma verpflichtend zu tragen. Beispiele hierfür sind Polizisten oder Mitarbeiter von Einkaufsmärkten. Zudem besteht die Option, einen bestimmten Dresscode im Arbeitsvertrag festzuhalten. Diese Regelung gilt oftmals in Banken. Meist müssen die Mitarbeiter für die Kosten der Kleidung selbst aufkommen, da die Möglichkeit besteht, diese auch im privaten Rahmen zu tragen.

  • Schutzkleidung hingegen bietet Sicherheit hinsichtlich möglicher Gefahren und Risiken. Sie wird vor allem in der Industrie oder in handwerklichen Berufsfeldern sowie in zahlreichen weiteren Sektoren eingesetzt. Es gibt genaue rechtliche Regelungen, wann diese verpflichtend zu tragen ist und somit vom Arbeitgeber kostenfrei bereitgestellt werden muss.

  • Warnkleidung ist reflektierend und deshalb für alle Arbeitnehmer vorgeschrieben, die in unmittelbarer Nähe zum Straßenverkehr tätig sind. Durch ihre Leuchtkraft soll sie Verkehrsteilnehmer auf die Arbeiter aufmerksam machen und sie so vor Gefahren schützen.

Wer wäscht Schutzkleidung?


Grundsätzlich gilt: Persönliche Schutzausrüstung (PSA) darf aufgrund der umfänglichen Pflegehinweise, die aus der europäischen Richtlinie 89/686/EWG hervorgehen, privat gewaschen werden. Dies ist jedoch nicht ratsam, da die Schutzfunktion dadurch vermindert werden kann. Das kann schwerwiegende Folgen haben: Es ist möglich, dass beispielsweise die Imprägnierung bei Chemikalienschutzanzügen durch Waschmittel verloren geht und so ihre Wirkung verliert. Des Weiteren stellen auch Restverschmutzungen ein Sicherheitsrisiko dar. Folglich sollte man besser eine professionelle Reinigung aufsuchen.

Die richtige Pflege ist wichtig


Gerade Arbeitskleidung ist jeden Tag einer enormen Beanspruchung ausgesetzt. Deshalb ist es nötig, diese adäquat zu pflegen. Damit die Textilien sauber werden und wieder frisch duften, gilt es, einige Tipps zu befolgen:

  1. Essigreiniger und Vollwaschmittel verwenden

  2. Pulverwaschmittel Flüssigwaschmittel vorziehen

  3. Ein Reinigungsprogramm mit 60°C heranziehen

  4. Arbeitskleidung immer getrennt von Alltagstextilien waschen

  5. Waschmaschinenreiniger benutzen

  6. Stark verunreinigte Textilien einweichen

  7. Vorwaschprogramm einschalten


Mit einem Zweitgerät sparen


Oft empfiehlt sich auch die Anschaffung einer zweiten Waschmaschine, um so die Kontamination privater Kleidung mit Schadstoffen der Arbeitstextilien zu vermeiden. Man verhindert damit, dass andere Kleidungsstücke unangenehme Gerüche wie Benzin- oder Dieselgestank annehmen. Wer regelmäßig stark verunreinigte Textilien waschen muss, für den rentiert sich der Kauf eines Zweitgeräts. So spart man zudem das lästige und auf Dauer kostenintensive Durchlaufenlassen des 90°C-Programms, welches man zur Maschinenpflege einschaltet.

Warnkleidung strahlen lassen


Besonders wichtig ist die regelmäßige Reinigung bei Warnkleidung. Nur so kann ihre Reflexion dauerhaft gewährleistet werden. Jedoch haben das Schleudern und Waschen in der heimischen Maschine negative Auswirkungen auf die reflektierende Beschichtung. Da die Leuchtkraft dieser Textilien lebensnotwendig für die Träger ist, überlässt man die Reinigung auch hier dem Profi.

(Dies ist Haushaltstipp Nr. 451)

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