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Regenwasser im Garten nachhaltig nutzen

Geld sparen und die Umwelt schonen

Besitzer eines Kleingartens oder eines Gartens am Häuschen wissen, wie aufwendig es ist, die Pflanzen und den Rasen, vor allem im Sommer, fit und grün zu halten. Eine Bewässerung sollte zwei Mal am Tag erfolgen, am besten morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang, damit die Pflanzen von der Kraft der Sonne nicht verbrannt werden. Viele benutzen hierzu Trinkwasser aus der Leitung und bezahlen dies teuer, obwohl die Natur jedem Gärtner Gießwasser schenkt, wenn es genutzt wird. Regenwasser eignet sich hervorragend zum Bewässern des Rasens. Abgesehen davon, dass die Nutzung von Regenwasser im Garten Geld spart, schont es auch die Umwelt, da es den Verbrauch von Trinkwasser senkt.

Regenwasser ist im Garten ein wunderbares Gut, das aufgefangen und genutzt werden sollte, da es im Vergleich zu Trinkwasser aus der Leitung deutlich weicher und kalkärmer ist. Zusätzlich nimmt es auf dem Weg von der Dachfläche eines Hauses, über die Dachrinnen und Fallrohre bis in die Regentonne viele organische Stoffe wie Laubreste und Pollen auf und bietet den zu gießenden Pflanzen somit weitere Nährstoffe. Das Regenwasser eignet sich aufgrund des hohen Nährstoffgehalts sehr gut als Gießwasser, doch Vorsicht, wenn es in einen Gartenteich geleitet werde soll. Die hohe Konzentration von organischen Stoffen kann das Algenwachstum im Teich fördern, was einen nachteiligen Effekt auf die Schönheit des Gartens hätte.

Das Regenwasser aufzufangen ist sehr einfach. Dachrinnen und Fallrohre sind an den meisten Häusern und Gartenlauben bereits vorinstalliert. Nun benötigt der Gärtner nur noch einen Auffangbehälter, wie eine Regentonne, die es in nahezu jedem Baumarkt gibt. Je nach Größe des Gartens sollte auch die Größe der Regentonne ausfallen. Fachmärkte bieten diese in Größen um die 200 oder 300 Liter an, aber auch mit einem Volumen von bis zu 3.000 Litern. Wer keine Regentonne, aufgrund von Platz oder Optik, im Garten stehen haben möchte, hat noch die Möglichkeit sich eine Zisterne errichten zu lassen. Dies lohnt sich allerdings eher für Hausbesitzer, die das Regenwasser auch als Brauchwasser im Haus benutzen möchten. Zisternen werden unterirdisch verbaut und können große Mengen Wasser aufnehmen. Weiterer Vorteil einer Zisterne ist, dass das Wasser ohne Lichteinfluss und bei relativ gleichbleibender Temperatur gelagert werden kann. Eine Regenwasserpumpe befördert das gesammelte Regenwasser aus der Zisterne an die Erdoberfläche. Eine unterirdisch angelegte Zisterne ist auch frostsicher, sodass diese im Winter nicht abgelassen werden muss. Lediglich bei der Installation der Außenarmaturen sollte darauf geachtet werden, dass diese im Winter frostsicher sind. Eine Regentonne kann im Winter ebenfalls befüllt bleiben, solange der Deckel abnehmbar ist. Es ist allerdings ratsam, regelmäßig die oberste Eisschicht zu zerschlagen, damit sich das Wasser ungehindert ausdehnen kann.


(Dies ist Haushaltstipp Nr. 445)



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