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Pilze sammeln und zubereiten

Herbstzeit - Pilzzeit

Ist der Sommer nur mäßig warm, aber dafür recht feucht, sind dies ideale Bedingungen für Waldpilze. Diese schießen dann aus dem Boden - für Pilzliebhaber eine echte Wonne. Immerhin gelten Pilze als eine ganz besondere Delikatesse und das Sammeln ist mit recht viel Spaß verbunden. Jedoch sollte man beim Sammeln vorsichtig sein, denn schnell verirrt sich ein giftiges Exemplar in den Korb. Grundsätzlich sollte man nur Pilze sammeln, die man wirklich kennt. Ist man sich unsicher, also lieber die Finger von diesen Pilzen lassen oder einen Pilzsachverständigen zurate ziehen.

In unseren Breitengraden existieren etwa 2.500 verschiedene Pilzarten - nur wenige von diesen sind auch essbar. Einer der wohl giftigsten Pilze ist der Grüne Knollenblätterpilz. Verwirrend kann es werden, da fast jeder essbare Pilz einen giftigen "Doppelgänger" hat. Dieser sieht dem essbaren Pilz meist zum Verwechseln ähnlich.

Das Sammeln der Pilze geht am besten in einem Korb aus Holz - eine Plastiktüte ist eher ungeeignet, da hier die Luft nicht ausreichend zirkulieren kann und sich schnell Giftstoffe bilden.
Die Pilze sollte man grundsätzlich mit einem Messer abschneiden oder aber vorsichtig aus der Erde drehen.

Ist man fündig geworden, gibt es aber auch bei der Zubereitung der Pilze einiges zu beachten. Je eher man die Pilze verarbeitet, desto besser ist es. Bis zur Zubereitung sollte man die Pilze an einem kühlen und trockenen Ort lagern. Langes Reinigen unter fließendem Wasser ist übrigens nicht geeignet, da die Pilze sonst ihr Aroma verlieren. Günstiger ist es, sie nur kurz mit einer Bürste oder einem Pinsel vom Dreck zu befreien. Faule Stellen oder auch Wurmbisse lassen sich leicht mit einem Küchenmesser herausschneiden.

Waldpilze sind nicht nur äußerst kalorienarm, sondern zudem auch noch gesund. Immerhin stecken in ihnen viele Vitamine, Mineralstoffe und auch Spurenelemente. Pilze können auf vielerlei Arten zubereitet werden. Sowohl gebraten als auch gedünstet und geschmort schmecken diese hervorragend. Mit getrockneten Pilzen kann man verschiedene Gerichte verfeinern.
Entgegen weitläufig verbreiteter Meinung kann man Pilzgerichte übrigens getrost nochmals aufwärmen - Voraussetzung allerdings ist, dass dies bei mindestens 70 Grad Celsius erfolgt. Natürlich sollte man das Gericht bis dahin im Kühlschrank lagern.

Wichtig ist es, die Pilze gründlich zu kauen. Pilze sind generell schwer verdaulich; werden diese nicht mindestens 15 Minuten gegart, können empfindliche Menschen durchaus unter schweren Verdauungsproblemen leiden. Allerdings sollte man die Pilze auch nicht länger als 20 Minuten garen. Ein Geheimtipp ist übrigens Kümmel; fügt man diesen der Pilzpfanne hinzu, sind die Pilze weitaus besser verdaulich. Salz wiederum sollte man möglichst erst zum Ende der Garzeit hinzufügen, da dieses den Pilzen Wasser entzieht und diese so leicht matschig werden können.
(Dies ist Haushaltstipp Nr. 364)

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