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08022012 1230 |
Einfrieren - aber richtigKleiner Tiefkühl-Knigge
Wer sich frisch und abwechslungsreich ernähren will, steht häufig vor dem Problem, dass viele Obst- und Gemüsesorten saisonabhängig sind. Außerdem verlieren sie an Qualität und Vitaminen, je länger man sie lagert. Eine sehr gute Methode der Konservierung ist das Einfrieren, da die Kälte den Alterungsprozess stoppt. Bis zu einem Jahr lang bleiben die Lebensmittel so frisch und lassen sich bei Bedarf schnell auftauen. Mit ein paar einfachen Tipps ist das fachgerechte Einfrieren auch gar nicht so schwer.
Je schneller ein Lebensmittel eingefroren wird, desto besser. Dazu verpackt man das Gefriergut luftdicht in einen geeigneten Behälter oder einen Gefrierbeutel. Je mehr Wasser ein Lebensmittel enthält, desto mehr dehnt es sich beim Einfrieren aus. Das sollte man beim Einfrieren beachten und entsprechend etwas Platz einkalkulieren. Ungeeignete und undichte Behälter lassen zu viel Sauerstoff ans Gefriergut und es entsteht Gefrierbrand. Die Stelle wird weißlich-grau und trocknet aus. Gefährlich ist der Gefrierbrand nicht, er mindert aber Geschmack und Qualität. Man sollte die Stellen großzügig abschneiden. Auch Schwankungen bei den Temperaturen in der Kühlung können zu Gefrierbrand führen.
Gefriergut sollte mit Inhalt und Datum gekennzeichnet werden, um später den Überblick zu behalten. Damit kann man auch jederzeit schauen, bis wann man eingefrorene Lebensmittel spätestens verbraucht haben sollte. Bei -18°C halten sich:
Gemüse Vorgekochtes Fleisch oder Fisch Wurst Obst Kräuter Backwaren Milchprodukte | 3-12 Monate 1-3 Monate 3-12 Monate 1-6 Monate 9-12 Monate 3-4 Monate 1-3 Monate 2-6 Monate |
Egal was man einfriert, es sollte möglichst schnell heruntergekühlt werden. Man sollte nicht zu viele Lebensmittel auf einmal in die Gefriertruhe geben, da sich dabei der Tiefkühlprozess verlangsamt. Lebensmittel, die mehr als ein Kilogramm wiegen, sollte man nach Möglichkeit mit der Schockfrost-Funktion behandeln.
Aber nicht nur das Einfrieren erfordert Sorgfalt, auch beim Auftauen kann viel schief gehen. Gemüse, das tiefgefroren in den heißen Topf kommt, wird matschig. Gleiches gilt für Beeren und anderes Obst. Sie sollten, genau wie Fleisch und Fisch, langsam z.B. über Nacht auftauen. Am Besten nimmt man das Gefriergut aus seinem Behälter und stellt es in den Kühlschrank, wo es langsam auftauen kann. Läßt man die Lebensmittel außerhalb des Kühlschranks stehen, können sich in der Wärme Bakterien und Keime vermehren. Deswegen sollte man schon einmal aufgetautes Gefriergut nicht noch einmal einfrieren.
(Dies ist Nr. 346)
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