Vogelfütterung - Haushaltstipp Nr. 342- Praktische-Haushaltstipps.de

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Vogelfütterung

Vögel füttern im Winter

Ein schlechtes Gewissen muss man dabei nicht haben, wenn man ein paar einfache Regeln berücksichtigt. Zwar empfiehlt der NABU die Fütterung erst bei Frost und Schnee zu starten, doch einige Ornithologen meinen, selbst eine ganzjährige Fütterung würde keinen Schaden anrichten.
Wichtig ist eine ausgeglichene Mischung zwischen Fett, Kohlehydraten und Eiweißen. Der Klassiker Sonnenblumenkerne liefert z.B. reichlich Fett und sollte mit Haferflocken, Rosinen oder Weizenkleie kombiniert werden, die wichtige Kohlehydrate liefern. Eiweiße bekommen die Vögel aus Quark und hartgekochten Eiern. Das ganze sollte mit Rindertalg oder salzarmer Margarine gebunden werden.
Wer den Vögeln während der Brutzeit etwas Gutes tun möchte, kann zerbrochene Eierschalen auslegen. Diese liefern Kalk, der für den Aufbau der Eierschalen benötigt wird.
Dass sich die Vögel überfressen oder nur noch auf die bequeme Nahrungsquelle zurückgreifen, konnten die Vogelkundler nicht beobachten. Wenn die Tiere satt sind hören sie auf. Einzig Zugvögel fressen sich im Herbst ein dringend benötigtes Fettdepot für den Zug in die Wintergebiete an.
Angewiesen auf die Futterquellen aus menschlicher Hand sind die Vögel aber nicht. Hecken und Wälder liefern genug Nahrung.
Eine sehr natürliche Futterquelle bieten Stauden und Beete, auf denen etwas Laub liegenbleibt. Insekten ziehen sich zum Überwintern ins Laub zurück und bieten ein herrlich eiweißreiches Buffett für die Vögel.
Nicht auf den Speiseplan von Vögeln gehören stark gewürzte und salzige Essensreste. Die Vögel könnten nach dem Verzehr verdursten. Man sollte solche Lebensmittel auch nicht frei zugänglich auf dem Kompost deponieren.
Brot quillt nicht nur im Magen der Tiere auf, es ist auch sehr einseitig.
An feste Fütterungszeiten braucht man sich nicht halten. Die Vögel sind sehr flexibel und kommen auch später noch einmal vorbei.
Verteilen Sie das Futter auf verschiedene Stellen. Meisenknödel und -ringe kann man in Sträucher hängen, ein Futtersilo oder Vogelhäuschen im Baum und ein Schälchen mit Körnern auf der Fensterbank oder der Erde bieten genügend Möglichkeiten. Alle Futterplätze sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Krankheitserreger ausbreiten können. Deswegen sollte man auch lieber etwas weniger Futter bereitstellen, lieber später nachfüllen als dass die Hälfte verdirbt.
Nicht mehr ganz knackige Äpfel und Birnen werden von den Vögeln ebenfalls nicht verschmäht. Einfach auslegen oder mit einer Schnur in einen Baum oder Strauch hängen.
Möchte man im Frühjahr die Fütterung beenden, sollte man das Angebot langsam reduzieren und nicht von heute auf morgen einstellen.
Richten Sie die Futterstelle an einer freien Stelle ein, damit sich Katzen nicht leicht anschleichen können. Außerdem sollte man reichlich Abstand zu Glasscheiben einhalten, sonst besteht die Gefahr, dass die Vögel gegen die Scheibe fliegen.
Loses Futter sollte so ausgebracht werden, dass es nicht nass wird. Nasses Futter verdirbt leicht und unterstützt die Ausbreitung von Krankheiten. Werden Futtersilos und Vogelhäuschen nur im winter aufgehangen, sollten sie im Fühjahr gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Kränklich aussehende oder gar tote Vögel in Nähe der Futterstellen deuten auf Infektionen hin. Die Futterstellen müssen dann sofort gereinigt und desinfiziert werden.
Vogelhäuser und Meisenknödelhalter kann man in vielen verschiedenen Ausführungen erwerben.
Während der Brutzeit kann man aber aus purem Eigennutz auf die Fütterung verzichten, denn viele Singvögel wie z.B. Meisen fressen Ungeziefer wie Raupen und Käfer. Ein brütendes Meisenpaar vertilgt in einer Saison rund 70 kg Insekten, eine Tatsache, die vor allem Gärtnern große Freude bereiten dürfte. Stellt man rechtzeitig einen sicheren, trockenen Nistplatz zur Verfügung, hat man den ganzen Sommer überaus fleißige Hilfsgärtner.
Sämereien sind laut NABU für Jungvögel ohnehin schwer zu verdauen und somit kann man auf diese Art der Fütterung verzichten.
(Dies ist Haushaltstipp Nr. 342)

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