Sonnenschutz - Haushaltstipp Nr. 334- Praktische-Haushaltstipps.de

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Sonnenschutz

Gut geschützt in die Sonne

Gerade die dünne Haut im Gesicht ist sehr empfindlich. Ein Sonnenhut schützt vor UV-Strahlen und die Sonne knallt nicht direkt auf den Kopf. Direkte Sonneneinstrahlung ist übrigens auch ungesund für Haare und Kopfhaut. Ein Hut oder eine Kappe schützen zuverlässig und beugen einem Sonnenstich vor. Besonderen Schutz brauchen auch die Augen, eine Sonnenbrille mit UV-Filter ist daher Pflicht.
Zwischen 11 und 15 Uhr scheint die Sonne mit voller Kraft. Nicht umsonst hält man deswegen in südlichen Ländern um diese Zeit Siesta. Sport und Gartenarbeit sind in dieser Zeit ungesund und sollten daher auf den Vormittag oder den Abend verlegt werden. Mittags bleibt man besser im Schatten oder im Haus.

Welchen Lichtschutzfaktor braucht man?
Bei gesunder Haut, die nicht übermäßig durch Sonnenstrahlen belastet wird, reicht Lichtschutzfaktor 15. Wer nur kurz in der Sonne ist, ist meist mit einer Tagescreme, die einen Lichtschutzfaktor von 10 aufweist, gut bedient. Menschen, die von Berufs wegen viel in der Sonne sind, brauchen mehr Sonnenschutz. Auch Menschen mit empfindlicher Haut und einer höheren UV-Empfindlichkeit sollten zu höherem Sonnenschutz greifen. Leidet man unter einer Hautkrankheit oder hat man eine Chemotherapie hinter sich, braucht man Lichtschutzfaktor 50+ und sollte sich vorher mit seinem Arzt absprechen. Auch bestimmte Medikamente wie Antibiotika, Mittel gegen Akne und Osteoporose und Präparate mit Jahanniskraut erhöhen die Lichtempfindlichkeit.
Kleinkinder dürfen im ersten Jahr nicht in die pralle Sonne und danach nur gut geschützt. Neben T-Shirt und Mütze ist auch ein hoher Lichtschutzfaktor mit mineralischem Filter angebracht. Solche Cremes hinterlassen einen weißlichen Schimmer auf der Haut.
Einen 100-prozentigen Schutzfaktor gibt es nicht. Sunblocker, vollkommener Sonnenschutz oder LSF 100 sind deshalb als Bezeichnung auf Sonnenschutzmitteln nicht mehr erlaubt. Heute bekommt man nur noch die Lichtschutzfaktoren 6, 10 (Basischutz), 15, 20, 25 (mittlerer Schutz), 30, 50 (hoher Schutz) und 50+ (sehr hoher Schutz).

Die Sonnenstrahlung besteht aus UV-A und UV-B Strahlen. Die langwelligen UV-A Strahlen lassen die Haut altern und verursacht Krebs, viele Cremes enthalten deswegen einen UV-A-Filter. Für den Sonnenbrand verantwortlich sind allerdings die kurzwelligen UV-B Strahlen.

Leider gibt es keinen natürlichen Sonnenschutz und deswegen ist in jedem Sonnenschutzmittel auch ein bisschen Chemie. Bei den Filtern wird zwischen chemischen und mineralischen oder physikalischen unterschieden. Die chemischen dringen tiefer ein und müssen mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden um wirken zu können.
Mineralische Filter bringen Farbstoffe, z.B. Titan- oder Zinkoxid auf die Haut wodurch die Sonnenstrahlen reflektiert werden. Sie sind für Menschen mit empfindlicher Haut und Kleinkinder besser geeignet, da sie meistens besser vertragen werden.
Eine Kombination aus beiden Prinzipien bietet den optimalen Schutz.

Nachcremen und Sonnendauer
Lästig aber unerlässlich: nachcremen. Einmal cremen und den ganzen Tag die Sonne genießen können ist nicht drin. Diese Versprechen sind mittlerweile sogar gesetzlich verboten. Durch Bewegung, Textilien und Wasser verliert der Schutz an Wirksamkeit. Auch wenn man eine wasserfeste Creme verwendet, muss man nach dem Baden nachcremen. Spätestens nach zwei Stunden sollte man die Schutzschicht erneuern, Sonnencreme sollte man also immer dabei haben.
Wichtig ist es außerdem, die Dauer des Sonnenbades an den eigenen Hauttyp anzupassen. Mediziner unterscheiden 4 Hauttpypen:
Hauttyp 1: sehr helle Haut, oft Sommersprossen; rötliche Haare; blaue oder grüne Augen
Hauttyp 2: helle Haut; blonde Haare; graue, blaue oder grüne Augen
Hauttyp 3: mittlere Hautfarbe; dunkelblonde Haare; graue oder braune Augen
Hauttyp 4: helle bis dunkelbraune Haut; dunkle Haare; braune Augen

Menschen mit Hauttyp 1 bekommen bereits nach 10 Minuten ohne Sonnenschutz einen Sonnenbrand, beim Hauttyp 2 sind es etwa 20 Minuten. Der Hauttyp 3 verträgt etwa 30 Minuten ohne Sonnenschutz und beim Hauttyp 4 kommt es nach frühestens 40 Minuten zum Sonnenbrand.
Diese Zeit verlängert sich durch das Auftragen von Sonnenschutz, beliebig Verlängern lässt sich das Sonnenbad wie gesagt nicht.

Zum Eincremen empfohlen wird eine Menge von etwa 35 ml, das ist ungefähr eine Hand voll. Soviel wird auch beim erneuten Eincremen benötigt, um den vollen Schutz zu erreichen. Ganz besonders gründlich eincremen sollte man Nase, Ohren und Dekollet. Die Lippen sind ganz besonders empfindlich und brauchen extra Schutz! Damit der Sonnenschutz gut einzieht und seine volle Wirkung entfalten kann, sollte er 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Vor einem Sonnenbad sollte man auf Parfüm und Deos verzichten, da sie zu Pigmentflecken führen können.

Zu tief gebräunte Haut ist ungesund, denn es sterben immer Zellen ab. In der Regel können diese Schäden repariert werden, übertreibt man es mit dem Sonnenbaden aber, kommt die Reparatur nicht mehr hinterher. 50 Sonnenbäder, Solarienbesuche eingeschlossen, dürfen es im Jahr maximal sein. Viele Schäden summieren sich im Laufe eines Lebens auf und führen im harmlosesten Fall zu Falten, schlimmstenfalls kann es aber auch Hautkrebs sein!
Ganz auf Sonne verzichten sollte man aber auch nicht, da Sonnenlicht die Stimmung hebt und für die Bildung von Vitamin D wichtig ist.
(Dies ist Haushaltstipp Nr. 334)

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