Autoscheiben auftauen - Haushaltstipp Nr. 314- Praktische-Haushaltstipps.de

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Autoscheiben auftauen

Freie Sicht bei kaltem Wetter

Jedes Jahr der gleiche Ärger: wer sein Auto nicht in die Garage fahren kann, findet am Morgen bei Minusgraden seine Autoscheiben mit dickem Reif bedeckt vor. Wie bekommt man die Scheibe schnell und dauerhaft eisfrei?
Die bekannteste Möglichkeit erfordert viel Muskelkraft: Eiskratzer schnappen und ran ans Eis. Experten empfehlen, die Reifschicht erst mit der geriffelten Seite anzurauen und dann in eine Richtung mit der glatten Seite den Rest entfernen. Bei hektischem hin- und herschrubben auf der Schreibe können kleine Schmutzpartikel auf der Scheibe zu Kratzern führen.
Wem das zu aufwendig ist, muss versuchen die Eisschicht zu schmelzen. Eine Möglichkeit ist es, das Gebläse bei laufendem Motor auf voller Leistung laufen zu lassen. Allerdings dauert es etwas, bis die Sicht frei ist. Um die warme Luft aus dem Gebläse besser zu nutzen, klappt man die Sonnenblenden nach unten, dadurch entsteht ein Wärmestau und die Scheibe wird schneller frei. Ein aufmerksamer Leser hat uns darauf hingewiesen, dass diese Methode nicht erlaubt ist, da das unnötige Laufen lassen des Motors laut StVO (1,2 und 30) eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld belegt werden kann. Es ist eigentlich auch nicht erlaubt, den Motor während des Eiskratzens laufen zu lassen.
Noch schneller und ohne laufenden Motor funktioniert folgende Methode: einfach vor dem Frühstück eine Thermoskanne oder Wärmflasche mit heißem Wasser auf das Armaturenbrett legen. Kommt man nach dem Frühstück ans Auto, dürfte die Eisschicht gut angetaut sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Enteiserspray zu verwenden. Diese tauen das Eis recht zuverlässig, die meisten haben aber gewisse Nachteile. Zum einen enthalten viele Enteisersprays Isopropanol, einen Alkohol, der relativ schnell verdunstet. Zurück bleibt ein feiner Wasserfilm, der bei sehr großer Kälte wieder gefrieren kann. Um diesem Problem entgegen zu wirken, werden einigen Enteisersprays Glykole zugesetzt. In manchen Fällen entstehen dadurch Schlieren, welche die Sicht beeinträchtigen. Am besten lässt man das Spray nach dem aufsprühen kurz einwirken und zieht die Scheibe dann mit einer Gummilippe ab.
Viele Experten raten davon ab, die Windschutzscheibe mit heißem Wasser zu übergießen, da die Scheibe durch den Temperaturschock reißen könnte. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass das Wasser gefriert und die Eisschicht noch dicker wird. Wer es trotzdem versuchen möchte, sollte nur warmes Wasser verwenden und die Wassertemperatur senken, je kälter es ist.
Gefrieren die Scheiben von Innen befindet sich Feuchtigkeit im Auto. Häufig kommt das daher, dass das Auto auf Kurzstrecken nicht genug Zeit hat, sich komplett aufzuheizen und auszutrocknen. Gerade im Winter wird zusätzliche Feuchtigkeit durch Schnee an den Schuhen und der Kleidung ins Auto getragen. Eine Schale mit Salz oder Katzenstreu, die man über Nacht im Auto stehen lässt, beseitigt das Problem. Man kann im Winter auch eine alte Zeitung auf die Fußmatte legen und diese anschließend entsorgen.
Hat man eine Steckdose zur Verfügung, kann man einen Heizlüfter verwenden. Man sollte ihn allerdings auf einer ebenen Fläche betreiben und auf genügend Abstand zu den Sitzen achten. Die absolut beste Methode ist eine Standheizung, die sind in der Anschaffung allerdings nicht ganz billig.
Um ein einfrieren der Windschutzscheibe von vornherein zu verhindern, kann man diese mit einer trockenen Pappe, einem Müllsack oder einer speziellen Abdeckung schützen. Zeitungspapier eignet sich nicht zum abdecken und die Pappe und die Scheibe sollten trocken sein, damit nichts anfriert. Besteht die Gefahr, dass die Pappe feucht wird, sollte man auf sie als Abdeckmaterial verzichten.
Übrigens: Eiskristalle bilden sich besonders gern an Schmutzpartikeln. Putzt man seine Scheiben vor dem Frost, haben sie keinen Ansatzpunkt und die Eisbildung wird vermindert. Ein Klarsichtmittel, das man nach dem Putzen auf die Scheibe aufbringt, erleichtert das Entfernen der Eisschicht.
(Dies ist Haushaltstipp Nr. 314)

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