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Bio Lebensmittel

Alles Bio oder was?

Was ist Bio?
Produkte, die das Prädikat "Bio" für sich beanspruchen wollen, müssen die Richtlinien der EU-Ökoverordnung 2092/91 erfüllen. Das bedeutet, dass die Lebensmittel nicht mit Antibiotika, Wachstumsmitteln, künstlichen Pflanzenschutz- und Düngemitteln behandelt werden dürfen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel bekommen ebenso wenig ein Bio-Siegel wie nicht artgerecht gehaltene Tiere. Die Einhaltung der Richtlinie wird von amtlichen Kontrolleuren geprüft.

Im Bio-Siegel-Wald
Am bekanntesten ist das sechseckige » EU-Bio-Siegel. Es wird für Lebensmittel vergeben, die zu mindestens 95% aus kontrollierter ökologischer Landwirtschaft stammen. Das » Bioland oder Biopark-Siegel bekommen Lebensmittel aus organisch-biologischem Anbau oder artgerechter Tierhaltung. Wer Fleisch mit dem » Neuland-Siegel kauft, erhält Fleisch aus umweltschonender und artgerechter Haltung. Das orangefarbene » demeter-Siegel steht für Produkte, die nicht nur ökologisch hergestellt wurden sondern auch frei von Zusatzstoffen sind. Die Reformhäuser vermarkten ihre Produkte unter dem » neuform-Logo. Dieses Zeichen bürgt für hohe Qualität und Produktsicherheit. Das » TransFair Siegel garantiert zwar keinen biologischen Anbau, dafür kann man hier sicher sein, dass die Bauern aus den Dritte-Welt-Ländern faire Preise für ihre Güter bekommen.
Die deutschen Landwirte, die nicht nach Bio-Richtlinie anbauen, vermarkten ihre Produkte unter dem CMA-Siegel.


Bio = gesund?
Dadurch, dass beim Anbau keine Pflanzenschutz- und Düngemittel verwendet werden dürfen, nimmt das Obst und Gemüse auch kaum schädliche Stoffe auf. Das Fleisch enthält weniger Wasser und keine Rückstände von Antibiotika, die zu resistenten Bakterienstämmen führen könnten.
Zudem enthalten die Produkte mehr Nährstoffe und sind oft deutlich geschmackvoller als herkömmliche Produkte.
Durch die EU-Norm entsprechen Produkte aus dem europäischen Ausland den gleichen Standards. Kommt die Bioware aus Nicht-EU-Ländern, werden Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Kontrollbestimmungen von den EU-Behörden kontrolliert. Nur wenn diese dem europäischen Standard entsprechen dürfen sie als Bioprodukte verkauft werden.

Qualität hat ihren Preis
Der Aufwand für zusätzliches Personal, die Kontrollen zur Einhaltung der Richtlinien und die Analysen schlägt sich mit 10 - 15% auf den Preis der Bioprodukte auf.

Wo ist wirklich Bio drin?
Gesetzlich geschützt sind die Wortteile "Bio" und "Öko". Auch "biologisch" und "ökologisch" dürfen sich nur echte Bioprodukte nennen.
Nicht nach EU-Norm zertifiziert sind in der Regel Produkte, die sich mit Bezeichnungen wie "naturnah", "naturgerecht", "alternativ", "natürliche Herstellung" oder "integrierter Landbau" schmücken.
(Dies ist Haushaltstipp Nr. 271)

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