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18052012 0723 |
Der kleine Kräuter-RatgeberAlles über Kräuter
Die meisten Küchen-, Heil- und Gewürzkräuter gehören zu den sogenannten Aromapflanzen. Das bedeutet, dass sie ihr typisches Aroma erst durch das Aufbrechen der Zellwände freigeben. Durch das Zerreiben oder Zerschneiden der Pflanzen werden die ätherischen Öle der Kräuter freigesetzt. Deswegen sind frische Kräuter immer sehr viel aromatischer als ihre getrockneten Verwandten aus dem Gewürzstreuer. Wer deshalb frische Kräuter auf der Fensterbank ziehen möchte, muss die speziellen Vorlieben und Abneigungen der einzelnen Pflanzen berücksichtigen. So brauchen Salbei, Oregano, Thymian, Zitronenmelisse und Rosmarin viel Sonne und Wärme, einen durchlässigen, trockenen Boden und mäßiges Gießen. Schnittlauch, Bärlauch, Waldmeister, Petersilie, Rauke und Kerbel mögen hingegen keine pralle Sonne und brauchen dafür einen nährstoffreichen Boden. Petersilie und Schnittlauch sollte man nicht nebeneinander pflanzen. Lavendel braucht viel Platz, da er sehr buschig wächst. Möchte man Kräuter im Blumentopf ziehen müssen die Gefäße ausreichend groß sein und überschüssiges Wasser muss abfließen können. Dazu legt man am besten eine etwa 3 cm hohe Dränage aus Kies oder Blähton auf den Boden des Pflanzgefäßes und füllt erst dann die Erde ein. Abgesehen von Basilikum, das es lieber etwas schattig hat, lieben Kräuter die pralle Sonne und brauchen deshalb einen sonnigen Platz. Basilikum und Petersilie sollte man in extra Töpfe pflanzen. Andere Kräuter hingegen kann man ruhig mischen. Frische Bundkräuter lagert man am Besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Man schlägt sie entweder in ein feuchtes Tuch ein oder man legt sie in ein luftdurchlässiges Gefäß und braucht sie innerhalb von drei Tagen auf. Möchte man die Kräuter konservieren, kann man sie in Essig oder Öl einlegen oder einfrieren.
So sollten Kräuter aussehen, wenn man sie kauft: Im Topf sollen die Pflanzen feste, grüne und gesunde Blätter und feste, unverletzte Stängel haben. Im Bund dürfen keine vermoderten oder matschigen Pflanzenteile sein und es dürfen beim Schütteln des Bunds keine Blätter herausfallen. Die Schnittstellen sollen saftig und nicht eingetrocknet sein. Die Kräuter müssen einen frischen, aromatischen Geruch verströmen.
Welche Gewürzkräuter passen zu welchem Fleisch? Basilikum: Kalb, Rind, Lamm oder Hackfleisch. Estragon: Helles Fleisch, Kalbsfleisch oder Kaninchen Koriander: asiatische und mexikanische Gerichte, Brühen, Schmorgerichte Lorbeer: Braten, Sauerbraten, deftige Fleischeintöpfe Majoran: Schwein oder Lamm, Leber, Würste und rustikale Pasteten, Geflügel, Gänsebraten Minze: Lamm, Wild oder Hackfleisch auf orientalische Art Oregano: geschmorte Fleischgerichte, Lamm Rosmarin: Rind, Schwein oder Lamm, Geflügel, gebackener oder gebratener Fisch, alle Grilladen Salbei: Kalb, Schwein, Lamm, Saltimbocca, Leber, Füllungen von Geflügel, gebratener und gegrillter Fisch » weitere Informationen zu Salbei Thymian: Fleisch, Wild, Geflügel, Innereien, Würste
Blühende Kräuter büßen Aroma ein. Deswegen sollte man seine Küchenkräuter regelmäßig zurückschneiden.
(Dies ist Nr. 260)
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